web analytics

Regensburg Reloaded: Winterwärme und Schiff

So, nun haben also die Proben für das neue Stück der Volksbühne Spinnrad angefangen:
Winterwärme“, eine Komödie in einem Akt vom Regensburger Autor Rolf Stemmle.
Premiere ist am 2. Oktober, es sind 7 Vorstellungen geplant.

Ausserdem finden ab morgen die letzten 5 Vorstellungen auf dem Schiff statt. Der Regionalsender TVA hat über uns berichtet, was uns sehr freut. Tolles Footage!

Ich werde langsam zum Regensburger, habe ich das Gefühl ;)

Presse auf dem Schiff

Nun liegen noch 5 Vorstellungen auf dem “Regensburger Schiff” vor uns (2., 3., 9., 10., 11.09) und dann ist die Zeit auch wieder vorbei.
Turbulent ging es zu, im wahrsten Sinne des Wortes. Temperaturunterschiede von knapp 25 Grad, strömender Regen bis hin zu gnadenloser Wüstenhitze, von 10 Besucher bis weit über 90 “Schaulustige”, von Vorstellungen mit ca. zweieinhalb Stunden bis hin zu knapp viereinhalb dank Warten an der Schleuse… das alles hat uns, das Ensemble gelehrt, dass Theater etwas Lebendiges ist.

Lebendig, spontan und doch festgelegt.

Die Schauspielerei wie wir sie auf dem Schiff erlebt haben, ist tatsächlich mit den Anfängen des Theaters zu vergleichen: Unterhaltung für das Volk, den Widrigkeiten des Wetters trotzend, eine Illusion schaffend, die von beiden Seiten angenommen werden muss, Befriedigung findend in dem, was man selbst dabei durchlebt.

Auch die Presse hat uns angenommen, wie in diesen Artikeln unschwer zu lesen ist. Und das freut mich. Uns.

Wer noch vorbeikommen möchte, der kann sich hier einen Platz sichern!

Das_Regensburger_Schiff_Donau_Post_04-2.05.2010

Das_Regensburger_Schiff_MZ_28.04.2010

Das_Regensburger_Schiff_Donau_Post_23.04.2010

Das kann ich nicht spielen, der Text ist schlecht.

Ne, sorry, das spiele ich nicht, der Text ist schlecht.

Unter uns:
Wer kann sich das heute, bei der momentanen Arbeitsmarktsituation, als Schauspieler leisten?
Wenn man nicht gerade im festen Engagement ist oder das Glück hat, in mehrere Film – und Fernsehproduktionen eingebunden zu sein, so freut man sich doch über (fast) jedes Jobangebot.

Leider kommt es dabei auch vor, dass ein Stück / eine (Fernseh-)Rolle angeboten wird, welche(s) auf den ersten Blick nicht viel hermacht. Man liest den Text und denkt sich: “Um Himmels Willen, das ist ja total flach. Das kann doch nicht der Ernst des Autoren sein!”.
Doch, ist es.

So, was macht man nun? Vertraut man auf die Fähigkeiten der Regie? Auf die eigenen Fähigkeiten? Beisst man die Zähne zusammen, sagt zu, unterschreibt den Vertrag und ärgert sich täglich bei den Proben blaue Flecken an die Magenwände, immer mit dem Mantra “Tu es für`s Geld!”.

Die Entscheidung ist für viele Freiberufler nicht leicht.
Es gibt diejenigen, die einfach alles annehmen, um irgendwie DEN Fuß in die Tür zu kriegen (…”Irgendjemand sieht mich dann und erkennt mein Talent, dann hagelt es die guten Aufträge, gaaanz bestimmt!!”), und es gibt diejenigen, die kategorisch einfach erstmal alles ablehnen (….”Wiee, ich spiel nicht den Faust?! Ne, also, den Valentin spiel ich nicht. Ich spiele nur Hauptrollen. Ja, ich weiß, ich komm grad frisch von der Schauspielschule, ja und?!?!”).

Und es gibt diejenigen, die abwägen und sagen: “Ich mach das Beste darauf und arbeite zumindest in dem Beruf, den ich gelernt habe.”

Irgendwann ist allerdings der Punkt erreicht, wo das auch nicht mehr befriedigend ist. Man bleibt auf der Stelle stehen, wenn man sich für “die gewissen Sachen” hergibt und einfach alles spielt, was andere abgelehnt haben.
Natürlich geht es auch ums Geld. Man muss abwägen, ob es (1.) finanziell lohnenswert ist und (2.) die eigenen Fähigkeiten fordert und einen nicht zurückwirft.

“Das kann ich nicht spielen, der Text ist schlecht!” ist eine Ausrede. Nahezu jeder Text ist spielbar, wenn er inszeniert wird. Es ist eine Herausforderung, sich mit dem Text auseinanderzusetzen und zu suchen, was er mir sagt, und was ich dem Publikum sagen möchte.
Im Falle von Heiner Müllers “Hamletmaschine” fragt man sich bestimmt oft im Theater, was das Ganze soll. Aber Herr Müller hat sich was dabei gedacht. Erst wenn sich der Text dem Schauspieler erschließt, kann er sich dem Publikum erschließen.
Falk Richters “Electronic City” oder Dylan Thomas`”Unter dem Milchwald” erscheinen beim reinen Lesen auch seltsam anmutend, komisch und nicht spielbar. Auf der Bühne, mit den richtigen Mitteln geht es.

Und im Fernsehgeschäft ist es nicht anders: klar haben Soaps, Telenovelas und diverse “Reality Shows” nicht unbedingt die oscarverdächtigsten Bücher, aber sie dienen einer Sache, und zwar der Unterhaltung. Und, noch viel mehr als auf der Bühne, ist die Aufgabe des Schauspielers, genau das zu bedienen.

Wenn ich für eine Szene, in der ich gefühlte fünfzehn Mal bestätige “Ich liebe Madelene aber von ganzem Herzen und heirate sie, obwohl sie die Zwillingsschwester meiner Cousine 5. Grades ist und das uneheliche Kind von Onkel Konrad und meiner besten Freundin Heidi aka Tante Heidi!“, meine 1000 EUR Tagesgage bekomme, dann ist der Text für mich spielbar.

Und wenn ich noch einmal von einem Regisseur höre: “Das Stück ist scheisse, das kann man einfach nicht inszenieren!”, dann beisse ich die Zähne zusammen, hole tief Luft, suche mir die Bögen für meine Figur und denke an das Geld.

Andere Meinungen herzlich willkommen.

DVD-Tipp: “The TV Set”

Das Fernsehgeschäft in den USA funktioniert etwas anders als bei uns in Deutschland.
Einer der größten Unterschiede ist die sogenannte Pilot Season, jene Zeitspanne, in der neue Serienpiloten gedreht, einem Testpublikum vorgeführt, geändert und im Idealfall ins Programm genommen und ausgestrahlt werden.

Diese Zeit ist für viele, um nicht zu sagen für den Großteil der amerikanischen Filmschauspieler die beste Zeit, um zu arbeiten. Dutzende von neuen Shows werden produziert, es gibt unzählige Castings, und jeder hofft auf seine große Chance.

Dass diese Produktionszeit nicht nur aufregend, sondern auch zermürbend sein kann, und zwar nicht nur für Schauspieler, zeigt der Film “The TV Set“.
David Duchovny spielt den Drehbuchautor Mike Klein, der den Tod seines Bruders in einer Serie mit dem Arbeitstitel “The Wexler Chronicles” verarbeitet hat. Nun soll der Pilot der Serie produziert werden.
Man begleitet Mike von den finalen Auditions für die Hauptrollen bis hin zur ersten Ausstrahlung.
Sein Lieblingskandidat für die männliche Hauptrolle wird von den Produzenten (sehr taff: Sigourney Weaver) abgelehnt, und Dumpfbacke Zach (Frank Kranz), der sich nicht nur  untalentiert, sondern auch als absoluter Arbeitsverweigerer herauskristallisiert, wird zum Star der Produktion.
Auch an Mikes Drehbuch wird kräftig herumgepfuscht, und er wird vor die Wahl gestellt: entweder so, wie WIR es wollen, oder gar nicht.

Der Film zeichnet sich nicht durch einen enormen Spannungsbogen aus, sondern durch einen knallharten Blick auf das Business, mit seinen Höhen und Tiefen. Die Verlogenheit der Branche, das gezwungene “Bussi-Bussi-Leck-Mich”-Getue, bei dem man einfach mitmachen muss, möchte man in Hollywood überleben, wird hier unverfälscht gezeigt.

Anders als das bissig-böse “The Comeback” mit einer grandiosen Lisa Kudrow (ich schrieb hier darüber), gibt “The TV Set” einen Einblick hinter die Kulissen, die uns das alltägliche Fernsehprogramm bescheren.

Sein-Nichtsein #13: Kritik im Starnberger Merkur

Der “Sommernachtstraum” ist abgespielt, die Carl Orff-Festspiele 2010 blicken auf eine gute Saison zurück mit guten Zahlen, das Ensemble hat sich wieder in der Welt verstreut.

Was bleibt, sind Erinnerungen, wunderschöne Fotos, eine CD-Aufnahme und eine sehr interessante Kritik im Starnberger Merkur.

Und Eindrücke vom letzten Abend (siehe Video).

Die Kritik habe ich für Euch eingelesen, aber hört selbst.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Begrüßt uns mit gewognen Händen.

Kloster Andechs, Sonntag, halb 10 Uhr morgens.
Nach einer phantastischen fünften Vorstellung unseres “Sommernachtstraums” (Shakespeare/Orff) gestern Abend kamen die ersten Wehmutserscheinungen unter den Kollegen.
Gerade für die unter uns, die nun das 4. Jahr oder gar seit 12 Jahren ihre Sommer bei den Carl Orff-Festspielen verbracht haben, ist es ein ganz besonderer Tag, die heutige Derniere.

Was bedeutet Derniere für den Schauspieler?
Es ist zu allererst der Abschluss einer Produktion, mit der sich das Ensemble etliche Wochen bis hin zu Monaten beschäftigt hat. Die Arbeit ist zur Premiere schon abgeschlossen, dann laufen die Vorstellungen, Reproduktionen von zusammengefügten Momenten und Situationen. Die Derniere bedeutet das Ende der Erinnerung an diese Reproduktionen. Man lässt die Rolle, die Geschichte und die Begegnungen ein letztes Mal gemeinsam vor Publikum atmen und leben. Dann stirbt die Rolle. Man lässt los.

Und in jener letzten Vorstellung tritt etwas in Kraft, was die Schönheit des Theaters in all ihren Farben schillern lässt: jeder noch so kleine Moment, jeder Blick, jede Berührung wird zu etwas Besonderem, Kostbarem.
Jedesmal, wenn sich 2 Kollegen in die Augen schauen, merkt spürt man Liebe, es schwebt ein gemeinsam gedachtes ” Ich weiß..” im Raum. Es ist jedem klar, dass diese Momente nicht konservierbar sind. Fällt der Vorhang, ist das Erleben unwiderruflich vorbei. Die Illusion, der Zauber hört auf.

Was bleibt, ist eine Dankbarkeit, ein leichtes Beklemmen, oder eine Befreiung.

In Falle unseres “Sommernachtstraums” kann ich wohl für das ganze Ensemble sprechen und sage: Danke, dass wir gemeinsam von unsren Träumen erzählt haben.

Um dieses Spiel zu enden, begrüßt uns mit gewognen Händen.
Aber erst um 19.30.

—– Artikel wurde erstellt auf meinem iPhone

Position:Bergstraße,Andechs,Deutschland

Lähmende Resignation

“Schauspieler gesucht, perfekte Englischkenntnisse vorausgesetzt.” / “Tänzerisch stark, gesanglich gute Darsteller gesucht!” / “Schauspieler bis max. 24 für große Hauptrolle gesucht!” / “Voraussetzung: eigenes Auto.” / “Tolle Rolle, aber leider kein Geld. Gut für den Lebenslauf.” / “Sehr junger Schauspieler oder jungenhafte Schauspielerin gesucht.” / “Native Speaker!” / “Exzellenter Sänger mit großer Bandbreite an schauspielerischem Können gesucht.” / “Bitte NUR Hamburg und Umgebung. Gage: 2000 EUR für 3 Vorstellungen.” / etc. etc. etc.

Wer kennt es nicht, die lähmende Resignation, wenn man sich auf Theaterjobs und anderen Portalen einloggt, mit großer Bewerbungslust. Alle Fotos bereitgestellt, die Vita aktualisiert, ein gutes Anschreiben formuliert, und schon kann es losgehen.

Und dann sucht man. Man sucht nach DEM Job-Angebot, auf das man auf alle Fälle passt. Und dann ist man entweder zu dick, zu dünn, zu jung, zu alt, zu deutsch, zu weit weg, zu un”-exzellent”, zu unflexibel, ein zu schlechter Sänger, GAR kein Sänger, tanzen kann man sowieso nicht, langjährige Bühnenerfahrung hat man schon irgendwie oder auch doch nicht weil es zählt ja nicht alles zu professioneller Bühnenerfahrung und eigentlich sollte man ja gar nicht und überhaupt.

Jeder Künstler hat bestimmt schon einmal den Punkt erreicht, wo er sich fragt, ob dieser Beruf das Richtige für ihn ist.
Ob er denn überhaupt da draussen bestehen kann. Ob er denn überhaupt gut (genug) ist, um die Bretter, die die Welt bedeuten, zu betreten.

Ob er eine Daseins-Berechtung in der Kunst hat.

Sein oder nicht sein, das ist hier die Frage.

Und tief im Herzen weiß man, dass es nur diesen einen Beruf gibt.

Und dann sagt jemand zu Dir: “Ich fand Dich gestern auf der Bühne verdammt gut. Gratulation.”
oder
“Mir gefällt Ihr Auftreten, Ihre Persönlichkeit. Sie sind interessant. Ich biete Ihnen … an.”

Und schon füllt sich das leere Gefäß, das wir “Künstler” nennen, wieder mit Leben. Wir füllen es an, weil die anderen wollen, dass wir wieder zu geben haben.

Die lähmende Resignation, die wir vielleicht öfters mal verspüren, weil “etwas nicht so läuft”, wie wir es uns vorgestellt haben, gehört einfach dazu.
Im religiösen Sinn bedeutet Resignation “Gelassenheit”, die Ergebung des eigenen Willens in den Willen Gottes. Und in Gottes Willen sind wir gut aufgehoben. Er erfüllt uns mit Kraft und Energie.
Neein, ich will hier jetzt nicht predigen, ich bin auch nicht sonderlich religiös. Aber wenn man in Zeiten, in denen man glaubt stillzustehen, wert- und nutzlos zu sein, daran glaubt, dass das “Gefäß” nun einfach danach giert, wieder gefüllt zu werden, dann kommt es auch.

Resignation ist nur dann schlimm, wenn sie zur Apathie oder Lethargie wird. Und davor warne ich ausdrücklich!
Innehalten, sich kurz neu orientieren, zurückblicken auf das, was man gemacht und geschafft hat und daraus neue Energie gewinnen.

Der Weg ist das Ziel.

In diesem Sinne: Die ganze Welt ist Bühne. Und diese Bühne hat viele Bretter.
So ist für jeden eines dabei. :-)

Sein-Nichtsein #12: Darstellende Kunst im Web 2.0

Jennifer Belger, eine Kölner Studentin, hat mich im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit angeschrieben und gefragt, ob ich ein paar Fragen zum Thema “Darstellende Kunst im Web 2.0” beantworten würde.
Da hat sich Jennifer natürlich den Richtigen ausgesucht :)

Bei einem Telefoninterview sind wir ihren Fragenkatalog durchgegangen und ich darf nun die Fragen offen für Euch beantworten.

Sollte jemand Lust haben, Jennifer bei ihrer Bachelor-Arbeit zu unterstützen, dann schreibt mir und ich leite Eure Daten an Jennifer weiter!
Vielen Dank!

Mehr zum Thema Schauspieler und Web 2.0 findet Ihr übrigens auch hier.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Sein-Nichtsein #11: Sarah Ryan & Heiner Mohnen (Munich-Impact)

Sarah Ryan und Heiner Mohnen sind die Gründer von IMPACT, der neuen englischsprachigen Theatergruppe Münchens (www.munich-impact.de).

Die jüngste Produktion der Company war “Savage in Limbo” im Münchner Teamtheater (hier mein Review).

Bei einem gemütlichen Treffen in Schwabing sprechen wir über ihre Produktionen, den Unterschied zwischen deutscher und amerikanischer Schauspielkunst und was die berühmte “Method” von Stanislawski/Strasberg/Adler bewirkt.

Leider gibt es, durch den Sommer bedingt, sehr laute Umgebungsgeräusche. Dafür möchte ich mich entschuldigen.

Impact könnt Ihr erreichen über die Homepage, per eMail (info@munich-impact.de) sowie bei Twitter und Facebook.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

PS: Ein paar Stimmen der Ensemble-Mitglieder habe ich bei einem netten Treffen für meinen privaten Podcast “Ein Mensch wie Du und ich” eingefangen. Die Folge gibt es hier zu hören.

Sein-Nichtsein #10: Autorin Michaela Schießl

Derzeit spiele ich neben meinem Engagement bei den Carl Orff-Festspielen (Andechs, Demetrius in “Ein Sommernachtstraum”) zeitgleich in Regensburg im “Regensburger Schiff“, eine Co-Produktion vom Turmtheater mit Klinger Schifffahrt.

Ursprünglich von Emmanuel Schikaneder geschrieben, haben die Regensburger Autoren Michaela Schießl und Michael Kohlhäufl Schikaneders Regensburger Stücke in einem Band zusammengefasst und bearbeitet.
So hat auch sein “Regensburger Schiff” eine Modernisierung und Überarbeitung erfahren.

In einem Gespräch mit Michaela Schießl wollte ich wissen, wie die beiden denn bei der Arbeit vorgegangen sind und wie es ist, wenn das “eigene” Stück zur Aufführung gelangt.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Des Kritikers Manifest

A Critic’s Manifesto

Compiled By: Christopher Caggiano

As a professional theater critic…

I will be both specific and brave.
I will be fair but tough.
I will endeavor to start conversations rather than be the final word. “You’re right, and I disagree.
I will write to serve the reader rather than my ego.
I will remember that I am a critic, even if it’s “only” for an online venue or a small-town paper.
I will not strive for “objectivity” but rather “informed subjectivity.”
I will continually ask and answer Goethe’s three questions:
1. What is the author trying to achieve? (i.e. intent)
2. How successful was the attempt? (i.e. execution)
3. Was it worth doing in the first place? (i.e. value)
I will put shows into historical, political, and artistic context, but only when necessary.
I will review the play at hand, not the play I wish I were seeing.
I will avoid playing show doctor. I’m there to judge whether the show works, not suggest what the authors should do to fix it.
I will ask whether the play has earned my emotional response, or whether it’s yanking my chain.
I will focus on the result rather than speculate about intent. This goes for authors, directors, and actors.
I will avoid adopting the show’s failings in my writing. (e.g. Just because the show is overly emotional…)
I will “take care of the sense and the sounds will take care of themselves.” — Lewis Carroll (i.e. I will focus on making sense versus sounding smart.)
I will not impose my own message onto the show.
I will take out that first paragraph, when appropriate.
I will focus on supporting my opinion more than stating and repeating it.
I will show readers something they couldn’t see on their own.
I will let my review take its own shape rather than following a formula.
I will remember that plays can ask questions that they don’t necessarily answer.
I will avoid plot spoilers, using them only when necessary.
I will eschew meaningless or nonspecific adjectives, such as “interesting,” “brilliant,” “amazing,” “stunning,” “breathtaking,” and “terrific.”
I will adapt the fashion advice of Coco Chanel. Words are like accessories. “You should take three off before you leave home.”
I will use adjectives and adverbs sparingly. “Adjectives will cost you a dollar. Adverbs will cost you ten.”
I will focus on fewer points, but provide more specific support for each.
I will “kill my darlings” when necessary. (i.e. I will not fall in love with turns of phrase.)
I will vary my sentence length for readability’s sake.
I will include enough plot information to make my point clear, but not so much that it dominates the review.
I will take out phrases or sentences that could apply to any play.
I will paint the room, then add the furniture. (i.e. I will consider carefully the factual info that the piece really needs.)
I will experiment with creative leads to induce the reader to read on.
I will find ways of working the phrase “a bagful of harmonicas” into my prose.
I will remain open to criticism. There’s always room for improvement. (i.e. I will both “dish it out” and “take it” as well.)
I will never stop adding to my theatrical knowledge base.
I will read and reread the theater criticism of George Bernard Shaw. Also Kenneth Tynan, George Jean Nathan, Brooks Atkinson, Walter Kerr, and Harold Clurman.
I will read John Simon and avoid his pointless cruelty.
I will not be afraid to be the cheese who stands alone. If I’m the only critic who hated or loved a show, I will make my best case and stick to my guns.
I will do my research before attending the show.
I will follow my fear. “Fear points like an arrow into the direction you must go.”
I will “review the rain.” (i.e. I am there as a reporter as well as a critic. If something unusual happens, it’s fair game for the review.)
I will watch the actors at curtain call. It’s only polite, and I might learn something.
I will make myself available to readers, but maintain an independent voice.
I will not allow friendship or acquaintance to influence my reviews. If the relationship is that important, I will not review the show.
I will find ways to put a human face on the people I’m writing about.
I will allow readers to put a human face on me.
I will be an advocate for the theater, seeking to enhance rather than detract.
I will heed the words of David Mamet: “You are as much a member of the theater community as anyone else.”

—– Artikel wurde erstellt auf meinem iPhone

Sein-Nichtsein #9: Markus Kayl

Ein spontanes Interview und Gespräch mit dem Münchner Schauspieler und Choreografen Markus Kayl (markuskayl.de).

Bei einem Kaffee in der Niederlassung fragten wir uns, was macht eine gute Schauspielausbildung aus, was sind die Vorzüge des Online-Castings und wieso nehmen viele Schauspieler den Beruf nicht ernst.

Markus hat übrigens das Münchner Profi-Schauspieltraining (Siehe Facebook-Gruppe) in Leben gerufen.
Interessierte dürfen sich gerne anmelden!!

Die Musik kommt von Mevius Music Alley (“Romeo & Juliette” von Philip Clark)

Wenn Ihr Lust habt, Euch mit mir einmal im Podcast zu unterhalten, dann meldet Euch unter mail@sein-nichtsein.de
Ich freue mich immer auf interessante Gesprächspartner.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Seiten
Flattr me
Spende über Paypal
offizielle Homepage
philippwimmer
Podcast abonnieren
Philipp Wimmer - Sein-Nichtsein - Sein-Nichtsein
podster
podcastde
audioboo
Kategorien
Archive
September 2010
M D M D F S S
« Aug    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930  

Meine T-Shirts bei Spreadshirt
12871199-18839052
Meine Empfehlungen
Mein Wunschzettel